Ludwigsfelder Kontakt- und Informationsstätte für Selbsthilfe/Selbsthilfegruppen

Was ist eine Selbsthilfegruppe?

Selbsthilfe entsteht immer dort, wo Menschen Notlagen aus eigener Kraft meistern.
Bereits in mittelalterlichen Gilden findet man Formen der Selbsthilfe. In der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts haben Menschen Selbsthilfe in Genossenschaften verwirklicht.
Die ersten Selbsthilfegruppen entstanden nach 1935 in Amerika, die anonymen
Alkoholiker. Daraus entstand eine weltweite Bewegung von anonymen Gruppen.
Bei der gruppenorientierten Selbsthilfe schließen sich Menschen mit gleicher Problembetroffenheit
außerhalb ihrer alltäglichen Beziehungen (wie zum Beispiel in der
Familie) zusammen, um sich gegenseitig zu helfen.
Rund zwei Drittel bis drei Viertel der Selbsthilfegruppen haben ihren Themenschwerpunkt
in den Bereichen Erkrankung und Behinderung. Dieses Themengebiet umfasst
nahezu das gesamte Spektrum körperlicher Erkrankungen und Behinderungen
von allergischen, asthmatischen und anderen Atemwegserkrankungen über Herz-
Kreislauf- bis hin zu Tumorerkrankungen sowie Sucht und Abhängigkeit, psychischen
Erkrankungen und Problemen.
Andere Selbsthilfegruppen engagieren sich in der sozialen Selbsthilfe, zum Beispiel
in den Bereichen Familie, Partnerschaft, Angehörige, Erziehung, Frauenselbsthilfe,
Alter, Nachbarschaft, Kultur, Migration sowie im Kontext von Lebensproblemen und
-krisen. In Selbsthilfegruppen wird eine Fülle unterschiedlicher Problemlagen bearbeitet,
die Raum für die psychischen und sozialen Faktoren der Krankheitsverarbeitung
und -bewältigung, wie beispielsweise Überwindung von Einsamkeit und Isolation, lassen.
Menschen, die in einer Selbsthilfegruppe Mitglied sind, stärken sich durch ihre vertrauensvolle
Beziehung zu den anderen Gruppenmitgliedern. Sie festigen ihr Selbstwertgefühl
und lernen, ihre sozialen Beziehungen außerhalb der Gruppe zu verbessern.
Viele Selbsthilfegruppen sind Gesprächsgruppen. Die Mitglieder organisieren die
Treffen selbst und werden nicht von professionellen Helfern geleitet. Weiterhin wird
von den Mitgliedern, die entweder selbst Betroffene oder Angehörige sind, eine aktive
und kontinuierliche Mitarbeit erwartet. Denn die positive Wirkung der Selbsthilfegruppe
ist abhängig von dem, was die Mitglieder an Offenheit, Engagement und
individuellen Fähigkeiten einbringen.
Die Ziele von Selbsthilfegruppen richten sich zunächst auf ihre eigenen Mitglieder
und nicht auf Außenstehende. Selbsthilfegruppen sind keine Dienstleistungserbringer,
deren Leistungen beliebig abrufbar sind. Nichtsdestotrotz bieten viele Selbsthilfegruppen
auch Beratung für andere Betroffene an, die (noch) nicht Mitglied geworden
sind. Die Teilnahme am Treffen einer Selbsthilfegruppe ist kostenlos. Mit der
Gruppe schafft sich jeder Einzelne einen geschützten Rahmen, in dem er den Anforderungen
und Belastungen des Alltags nicht ausgesetzt ist. Was in der Gruppe
besprochen wurde, wird an Außenstehende nicht weitergegeben. Alle Mitglieder sind
in der Gruppe, um etwas für sich selbst zu tun. Jedes Gruppenmitglied ist für sich
selbst und für die Gruppe verantwortlich. Die Mitglieder schließen sich freiwillig zu
einer Selbsthilfegruppe zusammen. Die Gruppensitzungen finden regelmäßig statt.
In einer Selbsthilfegruppe treffen sich Menschen, die bereit sind über sich, ihre Stärken,
Schwächen, Schwierigkeiten und Sehnsüchte zu sprechen, die das gleiche Thema
haben und miteinander daran arbeiten wollen und die daran glauben, dass Veränderungen
aus eigener Kraft möglich sind, gemeinsam mit anderen.
( Auszug aus Wegweiser Selbsthilfe Teltow-Fläming)


Quellennachweis:
_ Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung
von Selbsthilfegruppen (NAKOS) www.nakos.de
_ Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e. V. www.dag-shg.de
_ Selbsthilfe e. V. - Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt und Servicestelle
Bürgerinnen-Beteiligung. Frankfurt am Main, 4. aktualisierte Auflage 2005
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Überblick




Gruppen, die sich im "Waldhaus" August-Bebel-Str. 2 treffen:

SHG "Blinde und Sehschwache"
Gruppentreffen: jeden letzten Dienstag im Monat um 14.00 Uhr

"Diabetiker-Treff"
Gruppentreffen: jeden 2. Dienstag im Monat um 14.00 Uhr

SHG "Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte"
Gruppentreffen: jeden 1. Montag im Monat um 14.30 Uhr

SHG "Fibromyalgie"
Gruppentreffen: jeden 1. Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr

SHG "Depression und Angstzustände" Luckenwalde

SHG Depression II Ludwigsfelde
Gruppentreffen 14-tägig montags 15:00 Uhr

SHG "Gedächtnistraining"
Gruppentreffen: Unsere Gruppe trifft sich jeden letzten Montag im Monat 13.00 Uhr    

SHG "Trauernde"
Gruppentreffen: Jeden dritten Donnerstag im Monat von 14:30 - 16:00 Uhr im Waldhaus Ludwigsfelde in der August-Bebel-Str. 2

SHG "Brustoperierte Frauen"
Gruppentreffen: :neu: Waldhaus, August-Bebel-Straße 2  
jeden 3. Donnerstag im Monat um 15.30 Uhr

SHG "Multiple Sklerose"    
Gruppentreffen:  :neu: Waldhaus, August-Bebel-Straße 2  
jeden 2. Montag im Monat um  14.00 Uhr

SHG "Rheuma-Liga"
Gruppentreffen: Brunnen Gesundheitszentrum, Potsdamer Str.109a  

SHG "Epilepsie"

Gesprächskreis Sarkoidose




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